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„ChinAI“ holt mit Hilfe der sechs kleinen Drachen gegenüber den USA auf

Künstliche Intelligenz (KI) ist nicht mehr nur ein Trend, sondern das Schlachtfeld eines der größten geopolitischen Wettbewerbe unserer Zeit. KI-Agenten verändern bereits das Wesen von Wirtschaft und Arbeit, wobei ein wachsender Teil dieses Wandels aus China kommt. Einst hinter den USA zurückliegend, steht China nun kurz davor, eine Führungsrolle im Hightech-Sektor einzunehmen. Darüber sprach Unternehmensberater und Bestsellerautor Petar Ivanov in der Sendung Business Start mit Moderator Hristo Nikolov.

„Chinas Pläne für eine globale KI-Vorherrschaft sind durchaus real und haben viele US-Experten überrascht.“

Ivanov zitierte eine Aussage des ehemaligen Google-CEO Eric Schmidt, der nach einem China-Besuch vor sechs Monaten erklärte, das Land hole bei KI viel schneller als erwartet gegenüber den USA auf – und könne die Führungsrolle der USA binnen Monaten herausfordern.

Die 6 kleinen KI-Drachen

Ein Schlüsselakteur dieser Transformation ist das chinesische Unternehmen DeepSeek, das leistungsstärkste der sogenannten „sechs kleinen Drachen“ Chinas. Der Begriff bezeichnet sechs neue chinesische Tech-Unternehmen, die den Sektor beleben:

  • DeepSeek
  • Spieleentwickler Game Science (Schöpfer von Black Myth)
  • Die Robotikunternehmen Unitree und DeepRobotics
  • BrainCo, ein Neuralink-Konkurrent
  • ManyCore, spezialisiert auf räumliche Intelligenz

DeepSeek verändert die Spielregeln nicht nur durch fortschrittliche mathematische Algorithmen und spezialisierte Modelle, sondern auch durch extrem niedrige Hardware-Anforderungen – das Training ihres KI-Modells kostet nur 5 % dessen, was GPT-4 kostet, so Ivanov. Er fügte hinzu, dass Peking seine Tech-Unternehmen inzwischen aktiv unterstützt, nachdem es zuvor gegen Firmen wie Alibaba vorgegangen war.

KI hat auch enormes Potenzial in der Verteidigungsindustrie. Eine KI-gesteuerte Drohne kostet Tausende, kann aber Panzer im Wert von Millionen zerstören, warnte Ivanov. Er zeichnete ein düsteres, aber aus seiner Sicht realistisches Szenario: Sobald sogenannte Superintelligenz erreicht ist, könnte ein Land wie China Waffensysteme in Echtzeit steuern – und sich damit einen massiven strategischen Vorteil verschaffen.

KI-Agenten

2025 ist das Jahr der KI-Agenten, sagte Ivanov – Systeme, die Entscheidungen automatisieren und Geschäftsprozesse in Echtzeit optimieren. Große Unternehmen nutzen bereits Tools wie Microsoft Copilot, doch kleinere können noch kreativer sein und eigene Modelle sogar auf Mobilgeräten einsetzen.

Es gibt eine Welle halbfertiger Lösungen von Tech-Giganten und innovativer Projekte von Start-ups – manche mit nur einer einzigen Grafikkarte entwickelt, sodass sie selbst für Einzelentwickler zugänglich sind.

KI lernt von uns – von unseren Fragen, Reaktionen und unserem Ton im digitalen Raum. „Wir alle tragen Verantwortung dafür, was aus dieser Superintelligenz wird“, sagte Ivanov. Er ist überzeugt, dass es internationale Regulierung auf Basis von Partnerschaften und gemeinsamen ethischen Standards brauchen wird.

In den letzten Monaten ist rasant eine neue Generation von KI-Agenten entstanden – Assistenten, die nicht nur die Produktivität steigern, sondern direkt Prozesse übernehmen, die bisher als „zu menschlich“ für die Automatisierung galten. Eine der praktischsten Innovationen, die Millionen von Beschäftigten betrifft, ist die Automatisierung täglicher Kommunikation und administrativer Aufgaben, erklärte Ivanov.

KI-Agenten sind inzwischen sogar in internen Geschäftsmeetings präsent – sie machen nicht nur Notizen, sondern generieren Aufgaben, erstellen Zusammenfassungen und geben Feedback in Echtzeit, was Managern viel Zeit spart, so Ivanov.

Auswirkungen von KI auf Arbeitsplätze

Die Auswirkungen von KI auf die Beschäftigung bleiben ein heißes Thema. Laut Ivanov sind die kurzfristigen Effekte gemischt, doch innerhalb der nächsten 5 Jahre werden große Umbrüche erwartet.

Er nannte Beispiele bulgarischer Banken, in denen Schalterangestellte bereits zu Spezialisten für KI-Datenaufbereitung umgeschult wurden. Einen Dialog über solche Umschulungen anzustoßen, sei entscheidend, betonte Ivanov.

Mehr zu diesen Themen sehen Sie im Video.

 

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